Rembrandts fatale Leidenschaft für die asiatische Kunst

Der berühmte niederländische Maler Rembrandt Harmenszoon van Rijn (1609 – 1669), lebte sein ganzes Leben lang über seine Verhältnisse. Besonders fatal war seine Sammelleidenschaft. Was er sammelte, brauchte er als Inspiration – vieles taucht in seinen Werken in Form von Kostümen, Interieurs und Landschaften auf. Zu seiner Sammlung gehörten Brustpanzer von römischen Herrschern, japanische Rüstungen und andere asiatische Kunst- und Alltags-Gegenstände, Raritäten, Bild und Kunstdrucke. Auch besass er viele naturhistorische Objekte und Mineralien. Das brachte ihm den Ruin und zwang ihn 1656 sogar dazu, seine Sammlung zu verkaufen, was ihn trotzdem nicht davor bewahrte, sein Haus und seine Druckerei zu verlieren.

Das Bildnis von Jujhar Singh Bundela von Bichitr (ca. 1630)

Die nachfolgende Diashow veranschaulicht eindrücklich, wie er ausgehend von einem Original eine fiktive Bildwelt erschuf, die aber auf einer realen Vorlage basierte. Rembrandt war nie in Indien, tatschlich war er wahrscheinlich niemals ausserhalb der Niederlande.

ONLINE: Ringvorlesung «Inspiration Asien»

Konzept: Jonne van Galen

Die von Dr. Brinkmann kuratierte Ausstellung «Rembrandts Orient» im Kunstmuseum Basel war die Inspiration zu dieser Ringvorlesung.

Die Themen der fünfteiligen Ringvorlesung:

  • Ostasiatische Inspirationen in der europäischen Kunst: Kulturelle Aneignung oder Wertschätzung?
    Prof. Dr. Hans Bjarne Thomsen
  • Rembrandts Orient
    Dr. Bodo Brinkmann
  • Blickwechsel: Entdeckungstour durch die Tibetsammlung des Völkerkundemuseums der Universität Zürich
    Dr. Martina Wernsdörfer
  • Sumatra im Seefeld: Ein Streifzug durch die Zürcher Kolonialgeschichte
    Dr. Andreas Zangger
  • Die Sammlung Indischer Kunst im Museum Rietberg
    Dr. Johannes Beltz

Do, ab 07.01.2021, 5x, 19:30 – 20:45
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